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Mauritius für Entdecker

Weißer Sand, kristallklares Wasser, sattgrüne Palmwedel: Paradiesische Kulissen sind Standard auf Mauritius. Warum also nicht einmal die abenteuerlichen Seiten der Insel im Indischen Ozean kennenlernen? Hier die Top 8 für Entdecker:
Wanderung auf den Le Morne

Von weiß schäumend über leuchtend türkis bis tiefblau: Wer den Gipfel des Le Morne erklimmt, wird mit einem einzigartigen Farbenspiel im Indischen Ozean belohnt. Der Aufstieg auf den 556 Meter hohen Berg im Südwesten der Insel ist allerdings alles andere als ein Spaziergang. Nach rund 200 Höhenmetern recht gemütlichen Wanderns beginnt der steile, felsige Abschnitt – ab hier ist Klettern angesagt. Festes Schuhwerk und Schwindelfreiheit sind Voraussetzung, ein Führer ist sogar Pflicht. Dieser hilft nicht nur dabei, den Auf- und Abstieg ohne Blessuren zu meistern. Er weiß auch bestens über Flora und Fauna sowie die Bedeutung des Berges als Symbol der Befreiung von der Sklaverei Bescheid.

Tipp: Wer schon in den frühen Morgenstunden zur rund vierstündigen Wanderung aufbricht, entgeht der Mittagshitze und muss das hervorragende Panorama nicht mit allzu vielen anderen Gruppen teilen.

Adrenalin-Kick mit dem Seakart

Was auf den ersten Blick eine gemütliche Fahrt vermuten lässt, entpuppt sich als wilder Ritt auf den Wellen: Seakarts, die es bis dato nur auf Mauritius gibt, verbinden die starken Motoren von Jetskis mit der Stabilität eines Bootes. So können rasante Fahrer selbst mit hohem Tempo Wellen schneiden und abheben, ohne ungewollt baden zu gehen. Zugegeben: Von hohem Sitzkomfort kann – ab gewissen Geschwindigkeiten – auch beim Seakart nicht die Rede sein. Aber bei diesem Abenteuer geht es ohnehin um den Spaßfaktor. Nebenbei führt der Ausflug an traumhaften Küstenabschnitten und maritimen Sehenswürdigkeiten vorbei. Zum Beispiel am Crystal Rock, einem überdimensionalen Gesteinsbrocken, der zwischen der Insel Île aux Bénitiers und der Ortschaft Le Morne auf dem Meer zu schweben scheint. Wer Glück hat, entdeckt außerdem einige Delfine.

Tipp: Bei 110 PS und Tempo 70 lautet die Devise gut festhalten, vor allem als Beifahrer.

Seilrutschen und Vogelfütterung im Abenteuer-Park

In der Nähe des Ferienortes Flic en Flac im Inselwesten liegt „Casela World of Adventures“. Im rund 14 Hektar großen Naturpark befindet sich unter anderem ein Tiergarten, der sich auf tropische Vögel spezialisiert hat. Mehr als 1.500 verschiedene Arten aus aller Welt können in den Volieren beobachtet werden. Wer den Tieren näherkommen will, kann dies bei speziellen Fütterungen tun. Bekannt ist der Park auch für sein großes Angebot an Erlebnis-Ausflügen. Dazu zählt die Überquerung einer Nepal-Brücke ebenso wie zahlreiche Seilrutschen, die in schwindelerregenden Höhen quer durch den Dschungel und über Schluchten führen.

Tipp: Den Mückenschutz nicht vergessen! Besonders entlang der Seilrutschen gibt es viele Moskitos.

Île aux Cerfs mit dem Katamaran entdecken

Sich sonnen, dabei den Fahrtwind und die vorbeiziehende Landschaft genießen: Die gemütlichste Variante, Mauritius von der Seeseite aus zu erkunden, ist sicherlich eine Katamaran-Tour mit Bade- und Schnorchel-Stopps. Dabei lohnt sich auch ein Abstecher auf die Insel Île aux Cerfs. Sie bietet glasklares, türkisblaues Wasser, weißen Sandstrand und saftig grüne Vegetation. Das kleine Eiland nahe der mauritischen Ostküste ist allerdings längst kein Geheimtipp mehr. Viele Tagesausflügler kommen hierher, um sich im kniehohen Wasser der weitläufigen Badebuchten treiben zu lassen. Komplette Abgeschiedenheit sucht man zwar vergebens, Massentourismus ist aber auch etwas anderes. Empfehlenswert ist zudem ein Stopp beim Grand River South East Waterfall nahe Île aux Cerfs, wo Affen beim Turnen in den umliegenden Baumwipfeln beobachtet werden können.

Tipp: Auf Île aux Cerfs steht nicht nur Entspannung auf dem Programm. Neben etlichen Wassersport-Angeboten gibt es einen 18-Loch-Golfplatz, der vom deutschen Profi Bernhard Langer konzipiert und 2003 eröffnet wurde.

Besuch des Botanischen Gartens Pamplemousses

Man muss kein Pflanzenfan sein, um beim Besuch des Botanischen Gartens im Inselnorden ins Staunen zu geraten. Das liegt nicht nur an der beeindruckenden Höhe der Bäume und Palmen, sondern auch an der großen Vielfalt. Rund 800 verschiedene Arten wachsen in Pamplemousses, einige davon kennt man hierzulande nur als Frucht: zum Beispiel Muskat, Zimt, Nelken oder Ingwer. Highlight des Gartens sind die riesigen Blätter der Wasserlilie Victoria Regia aus dem Amazonas. Wer an Fakten zur mauritischen Pflanzenwelt interessiert ist, kommt bei diesem Ausflug nicht um einen Führer herum. Die Beschilderung ist nämlich eher dürftig.

Tipp: In einer stillgelegten Zuckerfabrik nahe des Botanischen Gartens befindet sich das Zuckermuseum L’Aventure du Sucre mit vielen Schautafeln, Filmen und Exponaten.

Mit dem Kajak nach Île D’Ambre paddeln

Kajakfahren zählt definitiv zu den schweißtreibenden Freizeitaktivitäten, die Mauritius zu bieten hat. Für Anfänger eignet sich beispielsweise eine Halbtagestour an der Nordküste inklusive Zwischenstopp auf der Insel Île D’Ambre: Schon nach einer kurzen Einweisung geht es hinaus aufs Wasser und hinein in die Mangrovenwälder. Hier zeigt sich auch gleich, wer aufgepasst und wer Schwierigkeiten hat, den Kajak durch die engen, flachen Wasserwege zu manövrieren. Immer wieder werden Pausen eingelegt, in denen die Führer Interessantes über die Landschaft und die Bedeutung der Mangroven für das Ökosystem preisgeben. Wer möchte, kann auch einen kurzen Schnorchelstopp im hüfthohen Wasser einlegen. Auf Île D’Ambre angekommen – die Insel ist rund 400 Meter von der Küste entfernt –, folgt eine kleine Wanderung, bevor es wieder zurück zur Küste geht.

Tipp: Wer noch nie gepaddelt hat, sollte das Doppel- dem Einzelkajak vorziehen. Die Belastung für den Schultergürtel ist nicht zu unterschätzen.

Jeep-Safari im Naturreservat

Im Süden der Insel befindet sich die 2.500 Hektar große Domaine de Bel Ombre mit dem Naturreservat Frédérica. Die frühere Zuckerrohrplantage kann mit dem Jeep, aber auch per Quad erkundet werden. Dabei präsentiert sich eine einzigartige Flora und Fauna – eine Kombination aus hügeliger Landschaft, seltenen Pflanzenarten, rauschenden Bächen und vorüberziehenden Hirschen.

Tipp: Es empfiehlt sich, Bikini oder Badehose unter der Kleidung zu tragen. Dann kann auch das kühle Nass beim Wasserfall „Quintré“ genossen werden.

Von Wassersport bis Wellness

Wem das noch nicht reicht: Viele Resorts – wie zum Beispiel das Outrigger Mauritius Beach im Süden, The Residence im Osten und das Sugar Beach im Westen – bieten Aktivitäten von Schnorcheln und Tauchen über Reiten und Angeln bis hin zu Golfen an. Überaus empfehlenswert sind übrigens auch die Spas der genannten Häuser, sollte doch einmal Entspannung gewünscht sein.

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